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Bis ins hohe Alter geistig fit zu sein, das ist ein großer Wunsch von älteren Menschen. Die geistige Fitness ist neben der körperlichen Fitness die Grundvoraussetzung dafür, dass Senioren möglichst lange allein zurechtkommen. Angesichts zunehmender Demenzfälle in Deutschland ist die Sorge älterer Menschen um ihre geistige Gesundheit sicher nicht unbegründet. Doch nicht immer ist Vergesslichkeit ein Anzeichen für Demenz. Vergesslichkeit ist eine natürliche Begleiterscheinung des Älterwerdens, gegen die Senioren außerdem aktiv etwas tun können. Die drei wichtigsten Säulen für geistige Fitness sind gesunde Ernährung, aktives Gedächtnistraining und Bewegung.

Eine ausgewogene Ernährung hält das Gedächtnis jung

Damit das Gehirn leistungsfähig ist, muss es mit allen lebenswichtigen Vitaminen und Mineralien versorgt werden. Eine ausgewogene Ernährung, die aus Obst und Gemüse, Vollkornprodukten sowie Eiweiß aus Fisch und magerem Geflügel besteht, stellt die Nährstoffversorgung des Gehirns sicher. Besonders wichtig ist die Versorgung mit Antioxidantien, den sogenannten Radikalfängern. Sie haben eine wichtige Schutzfunktion für die Gehirnzellen. Auch B-Vitamine und Eisen sind für die Leistungsfähigkeit des Gehirns essentiell. Auf dem Speiseplan sollten deshalb mageres Fleisch, Fisch und Milchprodukte sowie grünes Gemüse stehen. Zu einer gesunden Ernährung gehört es selbstverständlich auch, den Konsum von Genussmitteln auf ein Minimum zu reduzieren. Besonders wichtig ist der Verzicht auf Nikotin, aber auch Alkohol sollten Senioren nur in Maßen genießen. Ergänzend zu einer ausgewogenen Ernährung empfiehlt sich die Einnahme von pflanzlichen Präparaten, welche die Durchblutung fördern, wie Präparate mit dem Pflanzenextrakt Ginkgo. Das Pflanzen-Extrakt aus den Blättern des Ginkgo-Baums fördert die Mikrozirkulation des Blutes und verbessert so die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung des Gehirns.

Immer geistig fit bleiben!

Das Gehirn braucht etwas zu tun! Es hat die Fähigkeit, bis ins hohe Alter zu wachsen –

wenn wir es fordern. Wird es im Alter nicht mehr gefordert, riskiert man, dass die Gehirnzellen verkümmern, mit den Folgen zunehmender Vergesslichkeit und nachlassender Konzentrationsfähigkeit. Ab dem Rentenalter lässt die geistige Herausforderung abrupt nach, weil die Forderung der kognitiven Leistung durch den Beruf fehlt. Diese Lücke müssen Senioren anderweitig füllen, um der abnehmenden kognitiven Leistungsfähigkeit entgegen zu wirken. Gedächtnistraining oder auch Sudoku und Kreuzworträtsel sind hierfür eine ideale Möglichkeit, weil sie Spaß machen, die Merkfähigkeit trainieren und das Gehirn fordern. Auch ein neues Hobby wie das Lernen einer neuen Fremdsprache, eines Musikinstruments oder einer künstlerischen Tätigkeit, stellt eine geistige Herausforderung für unser Gehirn dar. Zur Förderung der geistigen Fitness gehört auch die Pflege sozialer Kontakte. Es ist erwiesen, dass Senioren, die bis ins hohe Alter soziale Kontakte pflegen und aktiv am gesellschaftlichen und familiären Leben teilnehmen, geistig fitter sind als Menschen, die sich im Alter immer mehr zurückziehen.

Bewegung tut auch dem Gedächtnis gut

Wer rastet, der rostet. Auch wenn sich dieser Spruch auf den Körper bezieht, ist er doch auch für das Gehirn genauso zutreffend. Die dritte Säule für die geistige Fitness im Alter ist Bewegung. Leichte Bewegung, die dem Alter und dem Fitnessgrad angemessen ist, trainiert nicht nur Muskulatur und Beweglichkeit, sondern regt auch Durchblutung und Sauerstoff-Transport an. Damit schlagen Senioren gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie halten sich körperlich und geistig fit. Bewegung an der frischen Luft wie Spaziergänge oder Wandern haben dabei einen besonders positiven Effekt. Die frische Luft fördert das Immunsystem und wirkt sich positiv auf die Stimmung aus. Zu empfehlen sind auch entspannende Sportarten und Entspannungstechniken wie Yoga oder Autogenes Training.

 

Wer erblich nicht vorbelastet ist, kann durch einen gesunden Lebensstil sehr viel für seine geistige Fitness tun. Es kommt dabei vor allem auf die eigene Einstellung ein, auch im Alter bereit für Neues zu sein und an sich zu arbeiten.