In Deutschland gibt es knapp zwei Millionen Rollatoren – jedes Jahr werden weitere 500.000 Exemplare verkauft. Der Rollator ist quasi eines der beliebtesten Pflegehilfsmittel überhaupt. Nicht alle sind so schick und praktisch, wie man sich das wünschen würde und leider erfüllen auch nicht alle die Anforderungen an Stabilität und Sicherheit, wie die Stiftung Warentest im vergangenen Jahr herausgefunden hat. Doch wie könnte der Superstar unter den Rollatoren aussehen? Einer, der leicht, handlich und sicher ist und trotzdem individuelle Wünsche nach Design und Zubehör berücksichtigt. Im Rahmen unseres Ideenwettbewerbs „Stil:sicher unterwegs“ wurden deshalb all diejenigen aufgerufen, einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Rollators zu erarbeiten, die privat oder beruflich eine Affinität zu Design- und Technikthemen haben.

Der von der Deutschen Seniorenliga e.V. initiierte Ideenwettbewerb “Stil:sicher unterwegs” verzeichnete schon in der Startphase eine rege Teilnahme mit innovativen Ideen. Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Seniorenliga, ist von den Beiträgen begeistert: “Es ist schön zu sehen, dass Senioren, aber auch junge Menschen, so zahlreich bei diesem Wettbewerb mitmachen.” Man sehe an den Vorschlägen, mit welch immensem Erfahrungswissen, Engagement und Liebe zum Detail die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Werke gehen, so Hackler: “Dabei haben alle ganz feste Vorstellungen, wie der “Rollator der Zukunft” aussehen soll!”

Die Ideen reichen vom abnehmbaren Navigationsgerät mit GPS-Ortung und Notruftaste über eine eingebaute Lupe als Lesehilfe bis hin zum eingebauten “Bordcomputer”. Der Hintergedanke: Der Rollator ist häufig Begleiter beim Einkaufen. Weil die kleinen Zutatenlisten von Lebensmitteln schlecht zu lesen sind, fällt im Zweifel nicht auf, ob das Produkt eventuell unverträgliche Zutaten enthält. Deshalb, so der Vorschlag, könne man den Rollator mit Barcode Scanner und Mini-Computer ausrüsten. Ein Arzt könnte bedenkliche Lebensmittel einstellen. Über den Barcode Scanner würde dann das Lebensmittel mit der Datenbank verglichen und gegebenenfalls vor bedenklichen Zutaten warnen.

Professor Frank Piller von der RWTH Aachen sieht in Ideenwettbewerben ein wichtiges Marketinginstrument der Zukunft. “Ideenwettbewerbe liefern interessante Anregungen für vielversprechende Produkte und Dienstleistungen. Die Wettbewerbsteilnehmer arbeiten kräftig daran mit, aus der ehemals verpönten Gehhilfe einen Lifestyle-Gefährten mit Pfiff zu machen”, so Piller.

Die Gewinner stehen inzwischen fest und werden im Oktober 2012 auf der REHACARE, der internationalen Fachmesse für Rehabilitation, Pflege, Prävention und Integration in Düsseldorf, bekannt gegeben. Unter www.stilsicher-unterwegs.de können Sie bereits einen Blick auf die besten Ideen werfen.