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Das Sozialwerk Berlin

Das Altenselbsthilfe-und Beratungszentrum des Sozialwerks Berlin e.V. ist das erste in der Bundesrepublik Deutschland, das in voller Verantwortung der betroffenen älteren Menschen steht und von ihnen ehrenamtlich betrieben wird. Es steht unter dem Motto "Ältere Menschen helfen anderen älteren Menschen". Vor vier Jahren begrüßte das Sozialwerk seinen 1-Millionsten Besucher. Gesellige Zusammenkünfte, gemeinschaftsbildende Veranstaltungen, Interessenkreise und ein Besuchsdienst für Pflegeeinrichtungen machen das Leben der Senioren in Berlin seit mehr als 40 Jahren lebenswerter. In unserer großen Reportage zum 40. Jubiläum des Sozialwerks Berlin bekommen Sie einen interessanten Einblick in diese beispielhafte Institution.

Sozialwerk Berlin e. V. - Hintergründe
Kompetenzzentrum "Offene Altenarbeit"
Der Besuchsdienst in Pflegeeinrichtungen
Die Ambulante Rehabilitation
Das Modellprojekt: "Ältere Menschen ermitteln selbst die Situation in stationären Alten- und Pflegeeinrichtungen"
Interview mit Käte Tresenreuter und Peter Stawenow

Das Modellprojekt: "Ältere Menschen ermitteln selbst die Situation in stationären Alten- und Pflegeeinrichtungen."

Im März 2010 erfolgte der Startschuss für ein neues, vom Sozialwerk Berlin initiiertes Modellprojekt: "Ältere Menschen ermitteln selbst die Situation in stationären Alten- und Pflegeeinrichtungen."

Die Basis dafür war der jahrzehntelange erfolgreiche Besuchsdienst in Alten- und Pflegeeinrichtungen.

Was sollte mit diesem besonderen Modellprojekt erreicht werden?

Sozialwerk Berlin 5Es sollte der Komponente Nutzerzufriedenheit ein höherer Stellenwert eingeräumt und mit dem Vorhaben der aktiven Einbeziehung der älteren Menschen selbst in den für sie so bedeutungsvollen Lebensabschnitt mehr Raum für Mitverantwortung, Mitentscheidung und Mitsprache geben, weil sie selbst am besten wissen, was für sie gut ist.

Wie erfolgte die Ermittlung der Nutzerzufriedenheit?

Dazu gab es vier Aspekte:

  • Gespräche einerseits mit dem Träger oder der Geschäftsführung der Einrichtung führen, um zu erfahren, wie diese entstanden ist, was sie für Besonderheiten aufweist, welches Unternehmensleitbild ihr zugrunde liegt und andererseits mit der Einrichtungsleitung, der Pflegedienstleitung, den Sozialarbeitern und den Mitarbeitern, welche das Pflegekonzept als Basis ihrer täglichen Arbeit festlegen und umsetzen, denn sie sind diejenigen, die jeden Tag mit den Bewohnern in Kontakt kommen, sie pflegen und betreuen.
  • Begehungen in den stationären Pflegeeinrichtungen durchführen, um verschiedene relevante Bereiche unter diversen Aspekten, wie zum Beispiel baulicher Zustand, Atmosphäre, Sauberkeit, etc. zu begutachten.
  • Als entscheidende Komponente sind die Gespräche mit den Bewohnern der Einrichtung selber anzusehen, denn es ist ein Grundprinzip des Sozialwerks Berlin, dass man nicht nur über ältere Menschen spricht, sondern mit ihnen, und dass ältere Menschen selber bestimmen und ihre Verantwortung wahrnehmen können. Hier können gegebenenfalls auch Angehörige oder rechtliche Betreuer zur Ergänzung zu den Gesprächen herangezogen werden.
  • Die vierte Ebene betrifft die ärztliche Versorgung, wobei sich nicht mit der Pflegedokumentation oder mit pflegerischen Maßnahmen befasst wird, sondern anhand der persönlichen Gespräche mit den Bewohnern heraus gefunden wird, wie unter anderem die ärztliche Versorgung in den stationären Einrichtungen sichergestellt ist.

Was motivierte die ehrenamtlich tätigen älteren Menschen zu dieser Mitarbeit?

  • Die Aufgabenstellung und Zielsetzung des Modellprojekts empfanden sie als nützlich und interessant.
  • Sie erhoben den Einspruch zu beweisen, dass ältere Menschen fähig sind, eine derartige Aufgabe zu erfüllen.
  • Sie wollten die Situation der älteren Menschen in stationären Einrichtungen erkunden, deren Nutzerzufriedenheit feststellen und zur Verbesserung ihrer Lage beitragen.
  • Sie unterlagen den Reiz, wieder etwas Neues auszuprobieren.
  • Das Modellprojekts gab die Chance, auch die eigene Lebensqualität der Interviewer im Alter zu verbessern.

Die Abschlussveranstaltung fand mit großem Erfolg am 22. Februar 2011 im Festsaal des Altenselbsthilfe- und Beratungszentrums statt. Dazu wurde ein Abschlussbericht über das Projekt verfasst und ein 10-Punkte-Forderungskatalog erstellt.

Der Forderungskatalog

  1. Ältere Menschen wissen selbst am besten, was für sie gut ist und sind selbst in der Lage, ihre Wünsche und Vorstellungen zu artikulieren. Darum sind ältere Menschen künftig ehrenamtlich nach diesem erprobten Modell bei den MDK-Kontrollen in den stationären Pflegeeinrichtungen für die Bewohnergespräche und Begehungen einzubeziehen.
  2. Ohne ehrenamtliches Engagement wird im Wissen um die demographische Entwicklung die Pflege und Betreuung in stationären Einrichtungen nicht weiter verbessert werden können. Darum sind alle Voraussetzungen zu schaffen, die eine ehrenamtliche Tätigkeit ermöglichen, wie Schulung, Qualifizierung, Kostenerstattung, Versicherungsschutz, festen Ansprechpartner und die Achtung der Ehrenamtlichen als Partner.
  3. Eine gewissenhafte und exakte Pflegedokumentation mit Handlungsleitfaden muss sein, aber so wenig wie nötig und nicht so viel wie möglich, um mehr Pflegezeit am und mit dem Bewohner zur Verfügung zu haben und das Pflegepersonal nicht zu demotivieren.
  4. Kontrollen müssen sein, sollten jedoch inhaltlich, zeitlich und organisatorisch besser aufeinander abgestimmt werden, um doppelte Fragen zu vermeiden und Betriebsabläufe in den Einrichtungen nicht unnötig zu beeinträchtigen. Es sollte eine Projektgruppe mit Vertretern aus allen zu Kontrollen verpflichteten Institutionen gebildet werden, die die bisherigen jährlichen Kontrollinhalte und -verfahren aufeinander abstimmt. Daran sind Einrichtungsvertreter und ältere Menschen selber zu beteiligen.
  5. Zur weiteren Transparenz der Kostensätze in stationären Pflegeeinrichtungen für die Bewohner und Angehörigen sollte die Verwendung des Investitionskostenanteils durch die Einrichtungsträger jährlich offengelegt werden.
  6. Zur Sicherung der Gleichstellung der Lebensumstände der Bewohner in stationären Pflegeeinrichtungen im Westteil der Stadt ist ein Investitionsförderprogramm vom Land Berlin unter Einbeziehung der Kreditanstalten und Eigenanteile der Träger aufzulegen, da die unterschiedlichen Investitionskostenanteile monatlich bis zu 500 je Platz in Einrichtungen, die nicht nach Art. 52 Pflegeversicherungsgesetz 1a saniert werden konnten, betragen.
  7. Die Bewohner und Träger der stationären Pflegeeinrichtungen erwarten von der Politik eine klare Orientierung und Aussagen zur zukünftigen Entwicklung der stationären Pflegeeinrichtungen als Häuser mit Wohncharakter oder als niederschwellige medizinische Einrichtungen.
  8. Die öffentliche Anerkennung, Wertschätzung sowie Bezahlung der Pflegekräfte ist weiter zu fördern um dem Fachkräftebedarf künftig besser gerecht zu werden. Dazu geht es ebenfalls neu entstandene Tätigkeitsbilder von Flieger Hilfskräften nach Bezeichnung, Mindestausbildungsdauer und-inhalten eindeutig zu definieren und deren Einsatzmöglichkeiten und Befugnisse klar zu bestimmen.
  9. Vermeidung unnötiger Krankenhauseinweisungen von Bewohnern stationären Pflegeeinrichtungen sollte das bewerte "Berliner Heimarztmodell" unbedingt fortgesetzt und auch auf alle Einrichtungen übertragen werden. Entsprechende Festlegungen könnten in den Rechtsverordnung "Personal" des Berliner Wohnteilhabegesetzes getroffen werden. Klare Erweiterung der Befugnisse und Kompetenzen der examinierte Pflegefachkräfte in den stationären Pflegeeinrichtungen würden ebenfalls dazu beitragen und darüber hinaus wirtschaftlich sinnvoll sein und bestehenden bürokratischen Verwaltungsaufwand senken.
  10. Bei der Durchführung unseres Modellprojektes hat sich die fachärztliche Versorgung in den stationären Pflegeeinrichtungen als ein gravierendes Problem herausgestellt, welches die Bewohner und die Träger der Einrichtungen für große Herausforderungen stellt. Darum halten wir es erforderlich, dass ein Bundesmodellprojekt "Facharztmobil" stationäre Pflegeeinrichtungen ins Leben gerufen wird.

Bedeutung und Perspektive des Modellprojektes

Die Aussagen des Modellprojekts sind bedeutsam für ältere Menschen, die sich Gedanken darüber machen, ob sie nicht dann und wann doch einen Platz in einer Pflegeeinrichtungen brauchen, und dass sie diesen auch selbst auswählen können.

Es ist auch wichtig zu erfahren, was ein Einrichtungsplatz kostet und nach welchem Konzept die Pflege dort durchgeführt wird. Es bietet auch für Angehörige die Möglichkeit, sich informieren zu können.

Bisher haben sie dies bei den Koordinierungsstellen "Rund ums Alter" getan, einer Initiative des Sozialwerks Berlin, die jetzt Pflegestützpunkte heißen. Aber es soll auch die Aufgabe der älteren Menschen selber sein.

Ebenso dienten die Ergebnisse des Projektes für die Diskussionen zur Erstellung des Berliner Wohnteilhabegesetzes, welches im Sommer 2010 in Kraft trat. Das Modellprojekt wurde dem Paritätischen Wohlfahrtsverband LV Berlin übergeben und könnte ausgehend vom Forderungskatalog bundesweit eingeführt werden.

Lesen Sie weiter: Interview mit Käte Tresenreuter und Peter Stawenow

Kontakt

Sozialwerk Berlin e.V.
Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum
Humboldtstraße 12
14193 Berlin

Tel.: (030) 8911051/52
Fax: (030) 892 6008
Email:
Vorsitzende: Käte Tresenreuter

Geöffnet: Täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen!

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